Insomnia - Schlafmangel durch Stress und falsche Schlafgewohnheiten

Vier Millionen Deutsche leiden unter Schlafstörungen. Stress, Überlastung, berufliche oder persönliche Probleme sind die Hauptursachen für Schlafprobleme. Aber auch die mediale Dauerbelastung bis tief in die Nacht durch Fernseher, iPhone und Blackberry verhindern ein gesundes Ein- und Durchschlafen. Dauerhafter Schlafmangel führt jedoch zu einer massiven Beeinträchtigung der Gesundheit und des Wohlbefindens und muss sehr ernst genommen werden. Denn Abfall der Leistungsfähigkeit, Burnout, depressive Verstimmungen und auch der Ausbruch neuer oder latenter Krankheiten können die Folge sein. Bevor wir zum Arzt gehen, genügt es jedoch oft schon, ein paar einfache Regeln zu befolgen. Erst wenn diese nicht mehr helfen, sind ein Arztbesuch und eine professionelle Schlaftherapie unvermeidbar.


Schlaf ist die wichtigste Kraftquelle unseres Körpers

Ein gesunder Schlaf ist für den Menschen lebensnotwendig. Nur während des Schlafens können sich Körper und Geist ausreichend erholen. Nicht ohne Grund wird Schlafentzug als Foltermittel eingesetzt. Gerade ältere Menschen, aber auch junge Mütter können ein Lied und Leid davon singen. Schlafprobleme rauben Geist und Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Das bedeutet: Mit jedem schlechten Schlaf wird man etwas weniger gesund.

Schlafstörungen können vollkommen unterschiedliche Ursachen haben:

Berufliche oder familiäre Probleme

  • Stress
  • Sorgen
  • Prüfungsangst
  • Kleine Kinder
  • Überforderung
  • Burnout
  • Beziehungsprobleme
  • Schichtarbeit
  • Arbeiten und häufiges Reisen in verschiedenen Zeitzonen (Jetlag)

Psychologische Erkrankungen

  • Depression
  • Angsterkrankungen

Organische Erkrankungen

  • Chronische Schmerzen
  • Wechseljahre
  • Schilddrüsen-Überfunktion
  • Herz-/Lungenerkrankungen

Manchmal verhindert aber auch nur eine ungünstige Schlafumgebung ein glückliches Schlummern:

  • Ist das Schlafzimmer zu hell?
  • Sind Bett oder Bettwäsche zu unbequem?
  • Ist meine Schlafumgebung nicht ganz sauber? Sollte ich mal Staub wischen? Das Bett frisch beziehen? Tierhaare entfernen? Aufräumen?

Wann spricht man von einer Schlafstörung?

Das individuelle Schlafbedürfnis des Menschen ist sehr unterschiedlich. Ein Mensch mit viel Stress, geistiger oder körperlicher Beanspruchung braucht entsprechend mehr Regeneration und mehr als die üblichen acht Stunden Schlaf pro Nacht. Senioren entwickeln mit den Jahren ein anderes Schlafmuster und kommen mit weniger Schlaf aus.

In der Regel gelten aber folgende Richtwerte:

18 bis 30 Jahre: ca. 8 Stunden

30 bis 45 Jahre: ca. 7 Stunden

Über 45 Jahre: ca. 6 Stunden

Schlafstörungen (Insomnien) werden in Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen unterteilt. Bei Einschlafstörungen beträgt die Einschlafzeit mehr als eine halbe Stunde. In dieser Zeit versuchen die Betroffenen vergeblich, Schlaf zu finden. Sie wälzen sich hin und her, grübeln dabei über die Ereignisse des vergangenen Tages oder andere Dinge nach.

Von Durchschlafstörungen spricht man, wenn Betroffene mehr als drei Mal pro Woche nach einer Schlafzeit von weniger als 6 Stunden vorzeitig erwachen und anschließend nicht wieder einschlafen können.

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Behandlung von Schlafstörungen

Behandlung von Schlafstörungen

Liegen keine massiven, seelischen Probleme oder Krankheiten vor, kann durch ein paar Veränderungen des Schlafverhaltens relativ einfach zu einem erholsamen Schlaf zurückgefunden werden.

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