Essen Sie sich fröhlich

Essen nehmen wir als selbstverständlich hin. Was wir essen, entscheiden wir nach unserem persönlichen Geschmack. Aber das wir damit auch unsere Stimmung beeinflussen können, wissen die meisten nicht. Schokolade, Joghurt, Avocados und Nüsse wirken positiv auf unsere Stimmung – so wie Zucker, Marmelade und Cornflakes aufs Gemüt schlagen können. Schauen Sie mal genau hin, womit Sie Ihre Laune verbessern können – oder warum Sie vielleicht gerade schlecht drauf sind.


Eine Portion Glücksgefühle, bitte!

Es ist uns gar nicht so bewusst:  Die Ernährung steht in engem Zusammenhang mit unserer Stimmung! Gemeinsam mit vielen anderen Faktoren beeinflussen auch Nahrungsmittel die Psyche. Eine clevere Auswahl der Speisen kann daher für eine deutlich bessere Laune sorgen.

Glück ist etwas rein Emotionales. Denken wir. Aber so ernüchternd es auch klingt: Gefühle sind das Ergebnis biochemischer Prozesse im Gehirn. Glück empfinden kann man also nur, wenn die Biochemie im Kopf stimmt. Wie heiter, motiviert oder trübselig wir gerade sind, bestimmen biochemische Substanzen im Gehirn, besonders die vier Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und Endorphine.

Dopamin ist in Verbindung mit Noradrenalin der alles entscheidende Botenstoff zum Aufbau von Glücksgefühlen. Dopamin treibt an, motiviert und löst angenehme Gefühle aus. Ein Dopaminmangel hingegen führt zu Lust- und Motivationslosigkeit sowie übler Laune und steht in engem Zusammenhang mit Depressionen. Serotonin führt zu innerer Ruhe und Gelassenheit. Wem es an Serotonin mangelt, kann unter Angstzuständen und Aggressionen leiden. Endorphine sind ein körpereigenes Schmerzmittel, das berauschend wirkt.

Die Funktionstüchtigkeit dieser Botenstoffe können wir unter anderem mit unserer Ernährung steuern. Denn nicht alle Stoffe kann der Körper selber produzieren, sondern sie werden über die Nahrung aufgenommen. So wird Serotonin hauptsächlich aus Tryptophan gebildet, ein Eiweißbaustein, den der Körper nicht selber bilden kann, der aber „zum Glück“ in vielen Lebensmitteln vorhanden ist. Um eine Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn zu ermöglichen, sind zusätzlich Kohlenhydrate notwendig. 

Am schnellsten steigt der Serotoninspiegel sogar bei einer Kombination aus Kohlenhydraten, Zucker und hohem Fettgehalt, was auch die Beliebtheit von Schokolade erklärt. Das Problem: Bei der Kombination aus Zucker und Fett wird zunächst der Zucker verbraucht, das Fett aber gespeichert, was zu den befürchteten Pölsterchen führt. Hinzu kommt, dass die gute Laune nur kurz anhält: Bei zu viel Weißmehl, Zucker oder Stärke löst der Körper Insulinalarm aus. Der Blutzucker sinkt. Das führt zu schlechter Laune und dem Gefühl, schnell etwas Süßes essen zu müssen. Ein Teufelskreis und somit das gleiche Prinzip wie bei Zigaretten: Schokolade macht kurzfristig happy, aber das Gefühl hält nicht lange an. Im Gegenteil: es löst das Bedürfnis nach „mehr“ aus, was einer Sucht gleichkommt. Wirklich glücklich wird man mit Schokolade also nicht. Nur dick. Die bessere Kombination aus Tryptophan und Kohlenhydraten: Pellkartoffel mit Kräuterquark. Auch Linsen und Bohnen enthalten jede Menge Tryptophan und liefern zudem ausreichend Kohlenhydrate für die Serotonin-Bildung.

Warum bei der Wahl der Lebensmittel also nicht auf einen hohen „Gute-Laune-Faktor“ achten? 

 

Schmackhafte Glücksbringer

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Hier finden Sie alle Lebensmittel, die zu Glücksgefühlen führen.

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